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Energielexikon

  • Gas

    Der Begriff Gas ist mit dem griechischen Wort „Chaos“ verwandt und wurde von dem Brüsseler Chemiker Baptista van Helmont im 17. Jahrhundert als Fachterminus eingeführt. Gas ist eine Substanz, die bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius in einem gasförmigen Zustand vorliegt. Gasförmig bezeichnet neben fest und flüssig einen der drei Aggregatzustände.

  • Gas- und Dampfturbinenanlagen (GuD)

    Gas- und Dampfturbinenanlagen dienen zur Stromerzeugung und kombinieren die Prinzipien von Gasturbinen- und Dampfkraftwerken. In einer Gasturbine werden Erdgas oder Kraftstoff verbrannt; die Abgase übertragen das Drehmoment über Turbinenschaufeln auf die Welle. Anschließend erhitzen diese immer noch heißen Abgase einen sogenannten Abhitzekessel und erzeugen dort Dampf. Dieser Dampf treibt eine Gasturbine an. Gegebenenfalls kann zusätzlich Fernwärme ausgekoppelt werden.

  • Gasdruck

    Um Gas zum Verbraucher zu transportieren, wird ein bestimmter Druck benötigt. Bei Ferngasleitungen beträgt der Druck bis zu 100 bar. Bei regionalen Transportleitungen beträgt der Druck zwischen 1 und 70 bar, bei örtlichen Versorgungsnetzen bis zu 1 bar.

  • Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV)

    Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Gas aus dem Niederdrucknetz (kurz: Gasgrundversorgungsverordnung) vom 26.10.2006.

  • Gasometer

    Ein Gasometer ist ein Sammelbehälter für Gase. In der Vergangenheit wurde es in Gegenden wie dem Ruhrgebiet häufig im Bergbau oder Hüttenwesen eingesetzt. Gasometer können mehr als 50 Meter hoch sein und sind meist zylindrisch oder kugelförmig. Durch das Aussterben der Bergbauindustrie wurden mit der Zeit immer mehr Gasometer nicht mehr gebraucht und abgerissen. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts erkannte man die Bedeutung der Bauwerke als architektonische Zeitzeugen: Seitdem werden stillgelegte Gasometer gerne in Kulturprojekte mit einbezogen.

  • Gaspipelines

    Eine Gaspipeline (engl. pipe = Rohr, line = Leitung) ist eine Fernleitung zum Transport von Gasen wie zum Beispiel Erdgas. Trotz hoher Baukosten sind Pipelines ökonomischer als Tankwagen. Pipelines können einige tausend Kilometer lang sein.

  • Gasversorgungsunternehmen

    Als Gasversorgungsunternehmen wird bezeichnet, wer Haushalte, Handel, Gewerbe, Industrie oder öffentliche Einrichtungen mit Gas beliefert. Das erste Gasversorgungsunternehmen weltweit wurde im Jahr 1812 in London gegründet, das erste in Deutschland folgte im Jahr 1826.

  • Gateway

    In einem intelligenten Messsystem bildet das Smart Meter Gateway (SMGW) die zentrale Kommunikationseinheit, die Messdaten von Zählern empfängt, speichert und diese für autorisierte Marktteilnehmer aufbereitet. Das SMGW ist damit eine wesentliche Komponente in den Netzendpunkten des intelligenten Energienetzes.

  • Geothermie

    Geothermie oder Erdwärme ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann. Die durch Geothermie gewonnene Energie, zählt zu den regenerativen Energien.

  • Gewerbestrom

    Bei Gewerbestrom handelt es sich um einen speziellen Tarif, den Stromversorger ausschließlich Gewerbetreibenden und Unternehmen anbieten.

  • Gleichstrom

    Der Gleichstrom ist elektrischer Strom, der mit gleicher Stärke stets in gleicher Richtung fließt, im Gegensatz zum Wechselstrom, der in unserem Netz 50-mal pro Sekunde die Richtung wechselt.

  • Green-IT

    Unter dem Stichwort „Green IT“ versteht man Aktivitäten, die Nutzung von IT über deren kompletten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten – von der Produktion über die Verwendung bis hin zur Entsorgung. Zudem spielt dabei auch die ökologisch bewusste Energieeinsparung eine verstärkt anerkannte Rolle.

  • Grundlast

    Die Leistung, mit der die technischen Einrichtungen eines Betriebes das Stromversorgungsnetz ständig belasten, wird als Grundlast bezeichnet.

  • Grundversorger

    Grundversorger ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz dasjenige Energieversorgungsunternehmen in einem Netzgebiet, welches die Mehrzahl der Haushaltskunden versorgt.

  • Grundversorgung

    Jeder Stromkunde im Niederspannungsnetz und jeder Gaskunde im Niederdrucknetz, der keinen speziellen Versorgungsvertrag mit einem Energieversorgungsunternehmen abgeschlossen hat wird im Rahmen der Grundversorgung mit Strom oder Gas versorgt.

    Grundlage für die Grundversorgung sind die Gas- bzw. Stromgrundversorgungsverordnung.

    Hierbei muss der Grundversorger allgemeine Bedingungen und allgemeine Preise öffentlich bekannt geben, zum Beispiel im Internet.

  • Grundversorgungsvertrag

    Das Energieversorgungsunternehmen (EVU) hat für das Netzgebiet, in dem es die Grundversorgung durchführt, allgemeine Bedingungen und Preise für die Versorgung mit Elektrizität oder Gas öffentlich bekannt zu geben. Darüber hinaus ist jedes EVU verpflichtet Kunden in ihrem Gebiet zu beliefern. Die allgemeinen Bedingungen und Preise sind Bestandteil des Grundversorgungsvertrages zwischen EVU und Haushaltskunden. Der Vertrag zwischen Grundversorger und Strom- oder Gaskunde kommt automatisch zu Stande, wenn kein spezieller Versorgungsvertrag mit einem Energieversorgungsunternehmen abgeschlossen wurde.