meistro fordert faire Bedingungen für den Erdgasmark

Ingolstadt, 16.05.2012

Geschäftsführer Mike Frank spricht sich für Novellierung der Konzessionsabgabenverordnung aus

 
Mike Frank, Geschäftsführer der meistro Energie GmbH, verweist auf einen aktuellen Bericht des Bundeskartellamts, demzufolge viele Stadtwerke von netzunabhängigen Gasversorgern eine stark überhöhte Konzessionsabgabe verlangen. Über 20 Prozent der kommunalen Stadtwerke würden demnach die Kunden neuer Anbieter als Tarifvertragskunden behandeln und damit die Kosten ihrer Konkurrenten künstlich erhöhen. Diese überhöhten Konzessionsabgaben wiederum führten zu einer geringeren Wechselquote bei Gas-Kunden. Viele Stadtwerke in kommunaler Trägerschaft beschränken dadurch den Wettbewerb um Endkunde und das behindert neue Gaslieferanten beim Markteintritt.
 
„Dieses Vorgehen ist kartellrechtswidrig und behindert den freien Wettbewerb um Kunden“, so Mike Frank. „Gerade kleinere Unternehmen haben es damit umso schwerer, sich auf dem Markt zu behaupten bzw. überhaupt erst den Markteintritt zu schaffen. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Liberalisierung des Gasmarkts noch in den Kinderschuhen steckt.“
 
Dass es überhaupt zu einer derartigen Wettbewerbsbehinderung kommen kann, liegt Frank zufolge an der antiquierten Fassung der Konzessionsabgabenverordnung (KAV), in der Netz und Vertrieb noch nicht getrennt betrachtet wurden. Dies würde den kommunalen Stadtwerken einen enormen Vorteil gegenüber unabhängigen Anbietern verschaffen. „Wenn wir fairen Wettbewerb auf dem Gasmarkt wollen, dann brauchen wir endlich eine Novellierung des KAV“, so Frank.