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meistro Newsletter 03/2015

© Q.pictures/ pixelio.de

Zahl des Monats

Bürgerenergieprojekte haben einen Anteil von 45 Prozent an der Gesamtleistung alternativer Energien

Gemessen an der gesamten installierten Leistung von Wind- Onshore-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen haben Bürgerenergieprojekte einen Anteil von mehr als 45 Prozent. Das macht sie zu einem wesentlichen Treiber der Energiewende. Auch für die Entwicklung neuer dezentraler Anwendungskonzepte wie Mieterstrom und Direktbelieferung haben Energiegenossenschaften und andere Zusammenschlüsse von Bürgern die entscheidenden Impulse geliefert.

Im letzten Jahr wurden allerdings nur noch 29 Energiegenossenschaften gegründet – rund 85 Prozent weniger als noch 2011. Der große Beitrag der Bürgerenergieprojekte droht dadurch auf lange Sicht abzuschwächen.

Von vielen Stellen wird deshalb nun gefordert, dass die Politik das Bürgerengagement für die Energiewende stärker unterstützen solle. Vor Augen halten muss man sich dabei, dass die Energiewende gerade nicht von den Großkraftwerken lebt, sondern von der Vielzahl dezentraler Anlagen in ganz Deutschland. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die regionale Akzeptanz gegenüber Photovoltaik-, Windanlagen und Co. entscheidend steigt, wenn sie von den Bürgern selbst errichtet wurden oder sie sich daran beteiligt haben. Verantwortlich für eine hohe Beteiligung – auch an den größeren Projekten – sind wiederum die Energiegenossenschaften, die in Erneuerbare Energien investieren.

Die Bundesregierung sollte sich aus diesen Gründen deutlich zur dezentralen Energieversorgung bekennen und Bürgerenergieprojekte sowie -gesellschaften stärker fördern. Denn ohne den hohen Anteil an Bürgerenergieprojekten ist die Energiewende mit Sicherheit nicht machbar.