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meistro Newsletter 01/2017

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Energieversorgung

Bürger, Staat und Wirtschaft sind Gewinner des Klimaschutzes

Um die Treibhausgas-Ziele bis 2020 zu erreichen, hatte das Bundesumweltministerium 2014 das „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ ins Leben gerufen. Darin enthalten waren rund 100 Maßnahmen mit einer Summe von 123 Milliarden Euro, deren Auswirkung auf Wirtschaft und Arbeitsplätze jedoch damals umstritten waren. Eine Studie der Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) kam nun zu dem Fazit, dass das Aktionsprogramm wie ein Konjunkturprogramm wirke.
 
Den 123 Milliarden Euro Investitionen sollen demnach ganze 274 Milliarden Euro Einsparungen gegenüberstehen. Diese resultieren aus einem geringeren Energieverbrauch aufgrund von Maßnahmen wie einer verbesserten Dämmung von Häusern oder gesetzlichen Vorgaben zu energieeffizienten Elektrogeräten. Das gesparte Geld fließt wiederum in Form von Konsum und Investitionen zurück in die Wirtschaft, wodurch sowohl Steuereinnahmen, als auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt. Für die Bürger steht den finanziellen Investitionen für Effizienzmaßnahmen der Nutzen in Form von Einsparungen durch einen effizienteren und kostengünstigeren Energieverbrauch gegenüber.
 
Einzig für die Energiewirtschaft sind das nur bedingt guten Nachrichten, da ein sinkender Energieverbrauch für sie mit weniger Einnahmen verbunden ist. Besonders hart trifft es dabei Energieversorger, die den Trend zu erneuerbaren Energien oder der effizienten Energieherstellung noch nicht erkannt haben oder sich zu spät darauf einstellen.