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meistro Newsletter 08/2016

© Rainer Sturm / pixelio.de

Energiemarkt II

Solarstrom ist in zehn Jahren 90 Prozent günstiger geworden – was bringt die Zukunft?

Mehr Ertrag bei weniger Kosten – der so genannte Wirkungsgrad, also das Verhältnis von zugeführter und nutzbringender Energie, ist laut der Mehrheit deutscher Solarenergie-Experten mit Abstand die wichtigste Stellschraube zur Kostensenkung bei Photovoltaik-Anlagen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Befragung des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V., für die im Februar dieses Jahres 26 führende Experten von Forschungseinrichtungen und Entwicklungsabteilungen aus Solarunternehmen befragt wurden, die sich in der von der Bundesregierung unterstützten Initiative „F&E für Photovoltaik“ zusammengeschlossen haben.
 
Laut den Experten sind demnach für zukünftige Kostensenkungen besonders Verbesserungen der Wechselrichter vielversprechend, also Geräte, die Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Mehr als die Hälfte der Befragten hält dort eine Kostensenkung von bis zu zehn Prozent in den kommenden Jahren für möglich. Weitere aussichtsreiche Forschungsbereiche seien Solarmodule (40 Prozent der Befragten), der Photovoltaik-Maschinenbau (40 Prozent) sowie die Herstellung von Solarzellen (37 Prozent).
 
Neben der Steigerung der Effizienz von Photovoltaik-Anlagen gibt es allerdings noch weitere Möglichkeiten zur Senkung der Kosten von Solarstrom: So könnten laut der Hälfte der befragten Experten eine Verbesserung der Qualität und Langlebigkeit von Photovoltaik-Anlagen sowie die Optimierung von Herstellungsprozessen und die Senkung von Materialkosten großes Potenzial bieten.
 
Neben den Forschern ist auch die Politik von einem großen, schlummernden Potenzial im Bereich der Solarstromerzeugung überzeugt. So unterstützt die Bundesregierung beispielsweise durch die Initiative “F&E für Photovoltaik” die Forschungsanstrengungen der inländischen Solarindustrie mit insgesamt rund 50 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren.