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meistro Newsletter 07/2015

© FotoHiero / pixelio.de

Energiemarkt

EU-Kommission legt Sommerpaket vor

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie spricht von einem entscheidenden Schritt, „um das EU-Ziel einer Emissionssenkung um mindestens 40 Prozent bis 2030 in Rechtsvorschriften zu verankern“. Gleichzeitig rät er Investoren, Unternehmen und Industrie, jetzt in saubere Energien zu investieren.

Ein besonders für energieintensive Branchen relevantes Anliegen der Kommission ist die Reformation des Emissionshandels. Bereits vom EU-Parlament gebilligt wurde hierfür eine für 2019 vorgesehene Marktstabilitätsreserve, die die Anzahl der im Markt gehandelten Zertifikate reduzieren und somit die Zertifikatspreise stabilisieren soll.

Ergänzt werden soll diese Reserve nun durch den Vorschlag der Kommission, die im EU-ETS — dem European Union Emissions Trading System — ab 2021 vorgesehene Verringerungsrate der Zertifikate auf jährlich 2,2 Prozent statt bisher 1,74 Prozent zu verschärfen. Auch die Mechanismen „Joint Implementation“ und „Clean Development“ sollen abgeschafft werden, sie ermöglichten es Unternehmen bisher, über kostengünstigere Emissionsminderungen in Entwicklungsländern Emissionszertifikate zu generieren und in der EU anrechnen zu lassen. Mit den Reformen möchte die Kommission noch mehr Anreize für Unternehmen zum Umstieg auf Strom aus regenerativen Energien und zur Durchführung von Maßnahmen zur Energieeffizienz schaffen.

Zu den von der Kommission präsentierten Vorschlägen gehört auch eine Rückkehr zu der bewährten Energieverbrauchskennzeichnung mit der Skala „AG-G“ (ohne A+ bis A+++), sowie Maßnahmen zur Stärkung der Position der Verbraucher durch mehr Informationen und Beteiligung. Langfristiges Ziel der Kommission ist eine Neugestaltung des europäischen Strommarktes.