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meistro Newsletter 02/2016

© Tim Reckmann / pixelio.de

Energiemarkt

EU Kommission will Kälte- und Wärmenutzung effizienter machen

Ganze 50 Prozent des EU-Energieverbrauchs entfallen nach Angaben der Kommission auf das Heizen und Kühlen von privaten und industriellen Gebäuden. Die dafür aufgebrachte Energie stammt bisher zu drei Viertel aus fossilen Brennstoffen. Mit Hilfe einer effizienzsteigernden Strategie, die gleichzeitig stärker auf erneuerbare Energiequellen setzt, will die Kommission die Lage verbessern und Versorgungssicherheit gewährleisten.
Am 16. Februar wurde zu diesem Zweck eine Wärme- und Kälte-Strategie (Strategy for Heating and Cooling) veröffentlicht. Es ist die erste EU-Initiative, die sich dieser Thematik verschreibt. Erklärtes Ziel ist es, den Sektor „smarter“, also effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Dadurch könnten sowohl die Energieimporte als auch die Abhängigkeit von solchen reduziert werden. Gleichzeitig könnten Bürger, Industrie und Umwelt von fallenden Kosten und Emissionen profitierten.
Die Strategie sieht unter anderem vor, das intelligente Renovieren alter Gebäude zu erleichtern, beispielsweise durch das Bereitstellen von Informationen über Technologien wie Wärmepumpen, Stromheizungen und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Außerdem soll verstärkt die Nutzung von Speichern, wie etwa die Stromspeicherung im Erdgasnetz gefördert werden. Ein weiterer Förderschwerpunkt ist die Eigenstromerzeugung, beispielsweise durch Photovoltaikanlagen.
Bis 2050 soll Europa nach dem Willen der Kommission seinen kompletten Gebäudebestand CO2-emissionsfrei gemacht haben. Somit könnten laut der Kommission jährlich 40 Milliarden Euro bei Gasimporten und 4,7 Milliarden Euro bei Ölimporten eingespart werden. Die EU würde außerdem ihre CO2-Emissionen um rund 30 Prozent reduzieren, während die Ausgaben der Bürger für Wärme und Kälte um 70 Prozent fielen.