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meistro Newsletter 11/2015

© Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Energiemarkt

Bundesregierung gibt den Startschuss für Flexibilisierung des Stromsystems

Die Bundesregierung hat den ersten Schritt in Richtung Flexibilisierung des Strommarkts gemacht. Am 4. November beschloss das Kabinett den Referentenentwurf des „Gesetzes zur Weiterentwicklung des Strommarktes“ und legte damit die Rahmenbedingungen für den Strommarkt 2.0 fest. Der Begriff umfasst die Weiterentwicklung der zukünftigen Stromversorgung für Deutschland.
Der Entwurf des Bundeskabinetts setzt auf eine freie Preisbildung am Markt. Gleichzeitig sollen Eintrittsbarrieren für Anbieter von Lastmanagementmaßnahmen und Erneuerbare-Energien-Anlagen im Regelenergiemarkt abgebaut und hierüber Anreize zur Flexibilisierung des Strommarktes gesetzt werden. Konkret wird ein Wettbewerb zwischen den verschiedenen Flexibilitätsoptionen angestrebt. Dazu zählen die Flexibilisierung der Stromerzeugung, genauso wie Energiespeicheranlagen und die Kopplung des Wärme- und Verkehrssektors mit dem Elektrizitätssektor.
Im Rahmen des europäischen Strommarkts sollen zusätzliche Verbindungen geschaffen und der Stromhandel zwischen den Staaten intensiviert werden. Dies soll zu einer höheren Flexibilität führen und eine sichere wie kosteneffiziente Stromversorgung gewährleisten.
Der Gesetzesentwurf geht im nächsten Schritt nun an den Bundestag und wird dort diskutiert. Im Frühjahr 2016 soll das Gesetz verabschiedet werden.