meistro Newsletter 02/2016

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Energieeffizienz I

Bericht des Weltenergierats sagt Energiespeichern eine glänzende Zukunft voraus

Die Studie des Weltenergierats „E-storage – shifting from cost to value” identifiziert zweierlei Probleme bei der gängigen Berechnung der Stromgestehungskosten (LCOE): Willkür, da keine Unterschiede zwischen den Anwendungen gemacht würden, und Unvollständigkeit, da nur ein Teil der Erlöse berücksichtigt würden. Dies behindere den Fortschritt der Energiespeicher.
„Energiespeicher sind ein wichtiger Katalysator für die Energiewende, deren Vorteile immer noch unterschätzt werden. Die Kosten sind bereits gesunken, müssen aber für eine größere Verbreitung in Haushalten und der Elektromobilität noch weiter fallen“, so Christoph Frei, Generalsekretär des Weltenergierats.
Dies könne laut den Prognosen der Studie im Laufe der nächsten 15 Jahren der Fall sein. Durch neue Technologien könnten dann die Energiespeicher-Kosten um ganze 70 Prozent fallen. In dem Maße, wie die Kosten für die Speicherung von Solar- und Windstrom sinken, könnten sich dann auch Speicher auf der ganzen Welt verbreiten.
Damit dies gelingt und das Potenzial und die Vorteile der Energiespeicher erschlossen werden kann, muss aber auch der politische Rahmen stimmen: So muss beispielsweise die Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und Regulierungsbehörden verbessert werden, um die Entwicklung flexibler Märkte zu beschleunigen. Außerdem müssen von staatlicher Seite Förderprogramme und geeignete Rahmenbedingungen für den Speicherausbau geschaffen werden.