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meistro Newsletter 05/2015

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Energieeffizienz

Energiesparen: Tipps für Fleischereien, Mast- und Schlachtbetriebe

Obwohl der Energieverbrauch von Unternehmen in den letzten Jahren durchschnittlich nicht zugenommen hat, steigen die Kosten für Energie kontinuierlich an. Um die Ausgaben auf einem niedrigen Level zu halten sind Unternehmen deshalb gezwungen, langfristig weniger Energie zu verbrauchen. Das Stichwort lautet hier: Energieeffizienz. Denn Unternehmen – und gerade dem produzierenden Gewerbe – ist es selten möglich, einfach die Leistung herunterzufahren. Die eingekaufte Energie muss also effizienter eingesetzt werden.
 
Für die Lebensmittelindustrie wird die Integration des Klimaschutzes und die Reduzierung von CO2-Emissionen zudem zum Wettbewerbsfaktor, denn die Kunden werden kritischer: Nicht nur das Wohl von Tieren ist ein Entscheidungskriterium, sondern auch das Umweltbewusstsein der Betriebe. So achtet der Einkauf aufgrund der gestiegenen Ansprüche bei den Endabnehmern vermehrt auf eine nachhaltige Produktionskette. Eine ausgeglichene Klimabilanz und ein betriebliches Bewusstsein für schonende Ressourcennutzung verbessern das Image, erhöhen die Attraktivität des Angebots und unterstützen die Produktvermarktung.
 
Die größten innerbetrieblichen Einsparpotenziale der Industrie liegen in der Beleuchtung und in der Optimierung von Steuerungs- und Regelungsprozessen. Hier kann der Energiebedarf um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Einsparungen werden vor allem dadurch erzielt, dass die Menge der Leuchten überprüft und reduziert wird. Alte Leuchtstoffröhren werden als Energiefresser häufig übersehen und beleuchten Werkshallen oft nicht optimal. Zudem wird selten überprüft, wie lange das Licht tatsächlich angeschaltet ist. Besonders bei großen Beleuchtungsflächen wie Werkshallen oder Schaufenstern zahlen sich professionelle Beleuchtungskonzepte in der Regel sehr schnell aus.
 
Steuerungs- und Regelungsprozesse können heute durch leistungsstarke Software optimiert werden – dadurch lässt sich Energie zielgerichtet einsetzen. Zudem kann mit stromsparender Hardware wie effizienten Prozessoren viel Energie gespart werden. Vor diesem Hintergrund kommt es auch darauf an, frei werdende Energie intelligent zu nutzen. So kann die Abwärme einzelner Maschinen zur Erwärmung oder für die Erzeugung von Kälte genutzt werden. Je nach Gebäude und Unternehmen kann sich eine Investition in eine Wärmerückgewinnung innerhalb weniger Jahre amortisieren.
 
Neben der Anpassung vorhandener Abläufe beginnen auch immer mehr Unternehmen, den benötigten Strom mit Photovoltaik-Anlagen (PV) oder Blockheizkraftwerken (BHKW) selbst zu erzeugen. Durch die Selbstversorgung macht sich der Betrieb einerseits von lokalen Stromlieferanten und Strompreiserhöhungen unabhängig. Gleichzeitig profitieren vor allem Großabnehmer vom wesentlich höheren Nutzungsgrad der erzeugten Energie.
 
So ist die Installation von PV-Anlagen besonders dann ein wirkungsvolles Mittel, wenn tagsüber ein hoher Strombedarf besteht und der gesamte erzeugte Strom selbst verbraucht werden kann. Besonders lukrativ ist es, wenn ungenutzte Dachflächen zur Verfügung stehen und sich der Stromverbrauch im Gigawattstunden-Bereich bewegt – wie zum Beispiel bei Mast- oder Schlachtbetrieben.
 
Vor allem die Großverbraucher sollten aber in keinem Fall untätig bleiben, denn die effiziente und klimagerechte Nutzung von Energie wird wegen weiter steigenden Energiepreisen in Zukunft noch stärker zum Wettbewerbsfaktor werden. Welche konkreten Maßnahmen einen Mehrwert im jeweiligen Betrieb bringen, kann der Fachberater vor Ort beurteilen. Sprechen Sie uns gerne darauf an!