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meistro Newsletter 08/2016

© Thorben Wengert / pixelio.de

Energieeffizienz

Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht Grünbuch Energieeffizienz

Mit dem „Grünbuch Energieeffizienz“ legt die Bundesregierung die zentrale Diskussionsgrundlage zur Weiterentwicklung der Energiewende vor. Am 12. August startete die Konsultationsphase, bei der Bürger und Experten aufgefordert sind, sich an der Diskussion über die Thesen des Grünbuchs zu beteiligen. Interessierte können bis zum 31. Oktober 2016 über die Internetseite www.gruenbuch-energieeffizienz.de teilnehmen.
 
Das Grünbuch nimmt das Ziel des „Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz“ aus dem Jahr 2014 auf, den Primärenergieverbrauch Deutschlands bis 2050 gegenüber 2008 zu halbieren. Nun sollen die Maßnahmen und das Tempo der Umsetzung dem ambitionierten Ziel angepasst werden. Leitgedanke ist dabei „Efficiency first“: „Energie, die wir einsparen, müssen wir nicht erzeugen, speichern und transportieren. So können wir durch Energieeffizienz die Kosten der Dekarbonisierung unserer Wirtschaft senken. Und: Man muss die eingesparte Energie nicht bezahlen“, so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).
 
Zu den weiteren Leitfragen und Thesen des Grünbuchs gehören die Weiterentwicklung des Instrumentariums zur Steigerung der Energieeffizienz, die Betrachtung der Energieeffizienz-Politik auf europäischer Ebene sowie der Einfluss der Digitalisierung auf die Steuerung von Energieverbrauch und -erzeugung. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Sektorkopplung, also die gemeinsame Betrachtung der Sektoren Elektrizität, Wärmeversorgung und Verkehr unter dem Aspekt der Energieeffizienz. Durch die Sektorkopplung entstehen – besonders bei der Integration eines hohen Anteils erneuerbarer Energien – Synergieeffekte, was sie zu einem Schlüsselkonzept der Energiewende macht.
 
Neben der Online-Konsultation werden zahlreiche Diskussionen und Regionalveranstaltungen zum Grünbuch Energieeffizienz stattfinden. Auf dieser Basis sollen konkrete Handlungsempfehlungen formuliert werden, die dann Eingang in das „Weißbuch Energieeffizienz“ finden sollen.