meistro Newsletter 07/2016

© Thorben Wengert / pixelio.de

Energieeffizienz

Unternehmen investieren in Effizienzmaßnahmen trotz niedriger Energiekosten

Das Optimum aus der eingekauften Energie herausholen, Energie und Kosten sparen und dabei die Umwelt schonen ? das ist der Grundgedanke der Energieeffizienz. Ein Prinzip, das offenbar so großen Anklang bei Unternehmen findet, dass selbst die derzeit relativ niedrigen Energiekosten nur geringe Auswirkungen auf die Investitionen in diesem Bereich haben.
 
Im aktuellen Energieeffizienz-Index gaben über 40 Prozent der großen Unternehmen sogar an, dass sie bei sinkenden Energiekosten eher mehr als weniger investieren. So denken immerhin noch 25 bis 35 Prozent von mittleren und kleinen Betrieben. „Die Unternehmen, die so handeln, erkennen die Chance, bei freiwerdender Liquidität in Effizienz und damit in die Zukunft zu investieren“, erklärt Heinz Dürr von der Universität Stuttgart diesen Effekt.
 
Trotz dieser positiven Haltung, ist der errechnete Energieeffizienz-Index, der die aktuelle Lage der Energieeffizienz in der Industrie beleuchtet, gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert von 2,80 auf 1,84 abgefallen. „Möglicherweise ein Resultat der aktuellen politischen Turbulenzen um die neuen Regulierungen“, so Dürr. Auch die Einsparmöglichkeiten durch Industrie 4.0 werden laut der Erhebungen oft noch kritisch betrachtet, bisher sind nur 23 Prozent von einem positiven Einfluss im Energieeffizienzbereich überzeugt.
 
Der Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie wird seit 2013 halbjährlich vom Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart erhoben und bildet aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz ab. Der Index entsteht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA und dem TÜV Rheinland.