meistro Newsletter 04/2016

Elektromobilität

Wie die Kaufprämie für Elektroautos funktioniert

Eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen – dies ist das Ziel, das sich die Bundesregierung bis zum Jahr 2020 gesetzt hat. Um dieses Vorhaben doch noch zu realisieren und mehr Anreize für die Anschaffung von Stromern zu setzen, haben sich Bund und Automobilindustrie jetzt dazu bereit erklärt, jeweils 600 Millionen Euro für eine Kaufprämie für neue Elektroautos zur Verfügung zu stellen. Für Elektroautos sind dabei 4.000 Euro vorgesehen, beim Kauf eines Plug-in-Hybrid-Fahrzeugs gibt es 3.000 Euro.
 
Käufer von Elektroautos können die Prämie beantragen, sobald der Beschluss der Bundesregierung durch ist, was für Mai erwartet wird. Allerdings gibt es den Zuschuss nur für Autos, deren Kaufpreis nicht höher als 60.000 Euro liegt. Dadurch soll vermieden werden, dass die Prämie vor allem die ohnehin finanzkräftigen Käufer unterstützt. Zudem muss sich der Autohersteller an der Finanzierung beteiligen, sprich, die Hälfte der Prämie beisteuern. Das sind mit fester Zusage zurzeit lediglich BMW, Daimler und Volkswagen. Andere Hersteller wie Renault werden aber wohl folgen. Bundesfinanzminister Schäuble kündigte eine Liste an, die alle subventionierten Modelle aufführt. Für die Umsetzung der Kaufprämie wird das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zuständig sein, die auch schon die Abwrackprämie abgewickelt hat.
 
Darüber hinaus plant die Bundesregierung, den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit 300 Millionen Euro zu fördern. Die Förderungen sind das Ergebnis des sogenannten „Autogipfels“ für den sich Vertreter der Bundesregierung und der Fahrzeugbranche am 26. April im Kanzleramt in Berlin getroffen hatten.