meistro Newsletter 03/2016

© Tim Reckmann / pixelio.de

Elektromobilität

Sinkende Batteriepreise bereiten den Weg für die E-Mobilität

In den letzten Jahren ist der Verkauf von Elektroautos laut einer Studie von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) stetig angestiegen. In der EU wurden demnach allein im letzten Jahr etwa doppelt so viele Elektro-Fahrzeuge verkauft wie im Jahr davor. Weltweit waren es nach ersten Schätzungen 462.000 und demnach rund 60 Prozent mehr als im Jahr 2014. Der gesteigerte Absatz steht in Zusammenhang mit den Kosten für Lithium-Ionen-Batterien, die seit 2010 um 65 Prozent gesunken sind, was zu Kostenersparnissen im E-Mobilitätssektor geführt hat. Die Autoren der Studie rechnen zudem damit, dass die Batteriekosten bis 2030 deutlich unter 120 US-Dollar pro Kilowattstunde fallen und die Preise danach noch weiter sinken werden.
 
Grund für den Preisrückgang ist unter anderem die Verwendung neuer Materialien in der Batteriechemie. Die Kostenersparnis werde laut BNEF zur Folge haben, dass bis 2040 ein Viertel aller Autos weltweit Elektroautos sein wird. Pro Tag benötigen diese anstelle von 13 Millionen Barrel Rohöl dann rund 1.900 Terrawattstunden Strom, rund acht Prozent des globalen Stromverbrauchs in 2015. Kommt es, wie in der Studie prognostiziert, in den nächsten Jahren zu sinkenden Ölpreisen, werde sich die massenhafte Verbreitung der Elektromobilität bis Anfang der 2030er Jahre verzögern.
 
Derzeit ist der Markt für E-Mobilität noch stark von Förderprogrammen und „Early Adopters“ abhängig, die Emissionen reduzieren wollen. Aber auch ohne Förderung werden BNEF zufolge Elektroautos ab Mitte der 2020er Jahre im Vergleich der Gesamtbetriebskosten billiger sein als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.