meistro Newsletter 01/2017

© Thorben Wengert / pixelio.de

Elektromobilität

Kaufprämie für Elektroautos: Wirtschaftsministerium rechnet mit steigenden Verkaufszahlen

Nach dem schwachen Start der im Juli 2016 eingeführten Kaufprämie für Elektroautos prognostiziert das Wirtschaftsministerium in den kommenden Monaten steigende Verkaufszahlen. Vor allem Flottenbetreiber sollen den Umschwung bringen. Diese hätten bisher noch keine Anträge gestellt, so Wolfgang Scheremet, Leiter der Abteilung Industriepolitik. „Wenn diese kommen und die Zahl der Ladestationen steigt, werden die Antragszahlen anziehen“, schätzt der Industriepolitiker. Das Wirtschaftsministerium bestärkt damit das Ziel der Bundesregierung, wonach bis zum Jahr 2020 eine Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein sollen.
 
Bis dahin steht allerdings noch ein langer Weg bevor. Insbesondere die Autobauer müssen sich der Verantwortung annehmen, meint Scheremet. Diese hätten es aktuell mit einem „extremen Strukturwandel“ zu tun, der „nicht von heute auf morgen“ zu bewältigen sei. Dennoch müssen sie sich ihrer primären Rolle beim Ausbau der Elektromobilität stellen. Die Regierung hat zu diesem Zweck die Elektroauto-Forschung mit zwei Milliarden Euro unterstützt. Mit der Kaufprämie von 4000 Euro für ein rein elektrisches Auto und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur soll parallel die Nachfrage gesteigert werden.
 
Eine weitere Herausforderung für Politik und Wirtschaft ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn: Ein Elektroauto ist nur dann wirklich nachhaltig, wenn es mit grünem Strom betrieben wird. Im Moment werden etwa 30 Prozent der Elektroautos mit erneuerbarer Energie betankt. Dieser Anteil soll schrittweise gesteigert werden. Dazu Scheremet: „Elektromobilität ergibt langfristig nur dann Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Und genau das ist unsere Langfriststrategie.“