meistro Newsletter 08/2016

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Elektromobilität

Polizei in Baden-Württemberg setzt verstärkt auf Elektroautos

Nach einer fünfjährigen Testphase im Raum Stuttgart haben der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) Mitte August 29 Elektrofahrzeuge an die Landespolizei übergeben. „Auch in diesem Bereich ist die baden-württembergische Polizei an der Spitze", kommentierte Strobl die Übergabe und stellte fest, dass es nirgendwo außer in Sachsen so viele Elektrofahrzeuge wie bei der baden-württembergischen Polizei gebe.
 
Die Polizei möchte die neuen Fahrzeuge vorrangig im Transport- und Logistikverkehr sowie im Ermittlungsdienst in den Polizeipräsidien Aalen, Karlsruhe, Ludwigsburg, Mannheim, Stuttgart, Tuttlingen und Ulm sowie beim Landeskriminalamt und dem Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei einsetzen. Es handelt sich um 19 Volkswagen E-Golf, zwei Renault Kangoo Z.E. sowie acht Smart fortwo coupé. Neben dem Antrieb unterscheiden sie sich von ihren dieselbetriebenen Vorgängern durch das fehlende Blaulicht und Martinshorn – auf diese Komponenten hatte man aufgrund des hohen Stromverbrauchs verzichtet. Unter anderem aus diesem Grund ist wohl noch kein flächendeckender Austausch aller rund 5.200 Polizei-Fahrzeuge geplant.
 
Die Umstellung auf Elektroautos soll dazu beitragen, die selbstgesteckten Klimaschutzziele der Landesregierung zu erreichen. Diese sehen vor, dass bis 2020 der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in Baden-Württemberg um 25 Prozent verringert wird. Zudem hofft Winfried Hermann auf einen positiven Signaleffekt: "Wenn die Polizei sich auf Elektrofahrzeuge verlässt, dann ist das ein Vertrauensbeweis in diese Technologie. Das ist auch symbolisch wichtig.“