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EEG-Umlage sinkt 2021 leicht

Dank eines Milliardenzuschusses des Bundes sinkt die EEG-Umlage für 2021 wie zuvor angekündigt auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Weiterhin bleibt sie aber ein großer Faktor für die hohen Strompreise in Deutschland - rund 20 Prozent.

Die EEG-Umlage liegt seit 2014 zwischen sechs und sieben Cent pro Kilowattstunde. Für 2021 sinkt sie von derzeit 6,76 auf 6,50 Cent pro Kilowattstunde. Dies war nur möglich, weil der Bundestag kürzlich eine Anhebung des CO2-Preises für Wärme und Verkehr beschlossen hatte. Die zusätzlichen Einnahmen fließen zunächst komplett in eine Deckelung der EEG-Umlage. Kosten für den Bund: Knapp 10,8 Milliarden Euro. Ohne diesen Zuschuss wäre diese Umlage den Angaben zufolge 2021 auf 9,65 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Für 2022 hat die Bundesregierung bereits eine weitere Senkung der EEG-Umlage von 6,0 Cent pro Kilowattstunde angekündigt.

Neben der EEG-Umlage haben die Übertragungsnetzbetreiber heute auch die Offshore-Netzumlage nach § 17f Abs. 5 EnWG veröffentlicht. In diese Umlage fließen die Kosten für Entschädigungen bei Störungen oder Verzögerungen und für die Anbindung von Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee ein. Die Offshore-Netzumlage bewegt sich im Vergleich zum Vorjahr mit 0,395 ct/kWh auf einem niedrigeren Niveau (2020: 0,416 ct/kWh).

Was ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Durch das EEG sind die Netzbetreiber verpflichtet, Stromerzeugungsanlagen mit regenerativer Energiequelle an das Netz anzuschließen und den aus diesen Anlagen produzierten Strom zu vergüten. Mit diesem Gesetz soll eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglicht sowie der Beitrag erneuerbarer Energien an der Stromversorgung deutlich erhöht werden. Anwendungsbereiche: Wasserkraftanlagen, Deponiegas, Grubengas und Klärgas; Biomasse; Windkraftanlagen; Solare Strahlungsenergie; Geothermie.