Energie Transparent 11/2014

Energie Transparent 11/2014

Editorial

 
Liebe Leser von „Energie-Transparent“,
 
dieses Jahr hält gute Nachrichten für unsere Umwelt bereit: Nach Prognosen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wird der Energieverbrauch 2014 der niedrigste der vergangenen 25 Jahre sein. Außerdem werden die Erneuerbaren Energien ihren Anteil am Gesamtenergieverbrauch weiter erhöhen. Näheres lesen Sie in unserem ersten Beitrag zum Energiemarkt.
 
Bis Ende des Jahres können auch Sie persönlich noch einen positiven Beitrag leisten, der zudem staatlich gefördert wird: Unternehmen können noch bis zum 31. Dezember eine Förderung für die Umrüstung ihrer Beleuchtung auf moderne LED-Technik beantragen. Daneben informieren wir Sie in unserem Beitrag zum Thema Energieeffizienz auch über weitere Fördermöglichkeiten.
 
In unserer Rubrik „…meistro und“ stellen wir Ihnen abschließend das Familienunternehmen BeckaBeck von der Schwäbischen Alb vor, das bei seinen Kunden mit frischen und regionalen Backwaren punktet und in seinen Backstuben und Verkaufsstellen auf saubere Energie von meistro setzt.
 
Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit!
Ihr
 
Michael Koch
Unternehmenskommunikation
 
 

Energiepreise

Preisentwicklung Strom und Erdgas

 
Strom: Zu Beginn des Monats November machte der Stromterminmarkt eine Seitwärtsbewegung. Ein leichter Abwärtstrend zur Mitte des Monats hielt nur kurzfristig an. Die Bekanntgabe einer Reduktion der Kohleverstromung im Rahmen eines neuen Konzepts führte zum Ende des Monats zu einem starken Anstieg der Preise.
 
Erdgas: Vor allem der fallende Ölpreis ist die Ursache für die seit Wochen sinkenden Erdgaspreise. Dies galt auch für die erste Hälfte des Monats November. Mitte des Monats stabilisierten sich die Preise. Zum Ende des Monats führte der Preissprung am Spotmarkt auch zu steigenden Preisen am Terminmarkt.
 
 
 

Energiemarkt

Energieverbrauch erreicht 2014 voraussichtlich niedrigsten Wert seit 25 Jahren

 
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland liegt nach den ersten drei Quartalen 2014 schon rund sieben Prozent unter dem Wert desselben Zeitraums in 2013. Nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, die sich aus verschiedenen Verbänden der Energiewirtschaft zusammensetzt, fällt der Verbrauch in 2014 damit voraussichtlich auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Besonders positiv ist dabei der Trend, dass die fossilen Energien weiterhin an Bedeutung verlieren, während der Anteil der Erneuerbaren zunimmt. Neben dem Rückgang des Verbrauchs ist damit auch mit einer Verminderung der CO2–Emissionen zu rechnen, da die Verbrauchssenkung alle fossilen Energieträger betraf und die regenerativen Energien dabei ein leichtes Plus verzeichnen konnten.
 
Insgesamt haben die erneuerbaren Energieträger einen Anteil am Primärenergieverbrauch von rund 11 Prozent, was einem Plus von über anderthalb Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht – im Gesamtjahr 1990 lag dieser Anteil lediglich bei anderthalb Prozent. Zwar sank die Stromerzeugung aus Wasserkraft um 18 Prozent, dagegen steigerte die Windkraft ihren Beitrag um fast 16 Prozent und auch bei der Photovoltaik gab es ein Plus von 15 Prozent. Speziell am Bruttostromverbrauch, also der Summe der gesamten inländischen Stromerzeugung zuzüglich der Stromflüsse aus dem Ausland und abzüglich der Stromflüsse ins Ausland, hatten die erneuerbaren Energien in den ersten neun Monaten 2014 einen großen Anteil mit 28 Prozent.
 
Ursächlich für den geringeren Energieverbrauch ist vor allem die milde Witterung. Bereits in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurde acht Prozent weniger Erdgas verbraucht als im Zeitraum des Jahres zuvor.
 
 

Energieeffizienz

Förderung für noch bessere Energienutzung

 
Energieeffizienz ist nicht nur eine wichtige Säule zur Umsetzung der Energiewende, sondern auch wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Im November hat Energieminister Gabriel einen Gesetzesentwurf zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinien vorgestellt, die eine Pflicht für große Unternehmen enthält, Energieaudits durchzuführen. Diese Unternehmen müssen bis zum 5. Dezember 2015 Energieaudits durchführen und diese alle vier Jahre erneuern, um Verbesserungschancen zu erkennen und besser zu nutzen.
 
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind von dieser Verordnung bisher ausgenommen, jedoch bieten sich auch für sie große Potenziale durch solche Energieaudits. Das Bundessministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bietet speziell für KMU verschiedene Maßnahmen an, mit denen sie ihre Energie noch besser nutzen können. Zwei Beispiele, die Ihnen dabei helfen sollen, Einsparpotenziale zu erkennen und in energieeffiziente Maßnahmen zu investieren sind die „Energieberatung im Mittelstand“ und die LED-Förderung.
 
„Energieberatung im Mittelstand“ – bessere Konditionen ab 2015
 
Für das kommende Jahr hat das BMWi eine neue Richtlinie für das Programm „Energieberatung im Mittelstand“ veröffentlicht. In den letzten fünf Jahren wurden im Rahmen des Programms bereits etwa 17.000 Unternehmen beraten und daraus entstandene Energieeinsparungen von über 2,7 Terrawattstunden erreicht. Minister Sigmar Gabriel erklärte zu der Verbesserung des Programms: „Wir wollen Unternehmen noch umfassender als bisher in die Lage versetzen, durch Investitionen in Energieeffizienz Kosten zu sparen. Die neue Richtlinie setzt größere Anreize für eine qualifizierte Beratung und für fachmännische Hilfe bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Höhere Zuschüsse sollen die Anzahl der durchgeführten Energieberatungen erhöhen und vor allem die Investitionen in effiziente Technologien in KMU weiter voranbringen."
 
Konkret bedeutet dies für Unternehmer mit über 10.000 Euro jährlichen Energiekosten, dass ab dem 1. Januar 2015 80 Prozent der Kosten für eine Beratung, maximal jedoch 8.000 Euro, durch die neue Richtlinie übernommen werden. Zudem kann nun neben den Beratungsleistungen auch fachmännische Hilfe bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gefördert werden, sowie Konzepte zur Nutzung von Abwärme. Kleine Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten erhalten ein gefördertes Beratungsangebot mit einem Höchstbetrag von 800 Euro.
 
Für die Energieberatung können sich KMU der gewerblichen Wirtschaft und sonstige Dienstleistungsbetriebe sowie Angehörige der Freien Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland bewerben, die weniger als 250 Personen beschäftigen. Zudem darf der Jahresumsatz nicht mehr als 50 Millionen Euro oder die Jahresbilanzsumme nicht mehr als 43 Millionen Euro betragen. Ab dem neuen Jahr können Unternehmen dann auf der Seite des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ihren Antrag stellen.
 
LED-Förderung noch bis zum 31. Dezember beantragen
 
Ein weiteres Förderinstrument des BMWi ist das Programm "Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand". Unternehmen können sich hier Zuschüsse für Einzel- und gezielte Optimierungsmaßnahmen sichern. Gefördert werden Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten Technologien, wie zum Beispiel elektrische Motoren und Antriebe oder Pumpen. Nur noch bis Ende dieses Jahres können Unternehmen Unterstützung für die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen auf LED-Technik erhalten. Hier kann ein Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten beantragt werden.
 
Die gesamte Anschlussleistung der bei der Umrüstung installierten LED-Beleuchtung muss mindestens 500 Watt betragen und darf dabei keine reine Neuinstallation sein. Förderfähig sind zum einen die Investition in hocheffiziente LED – Leuchten und Lampen sowie die Installation von Lichtsensoren und Steuerungs- und Regelungstechnik. Gefördert werden Investitionen mit einem Netto-Investitionsvolumen von mindestens 2.000 bis maximal 30.000 Euro, einschließlich der Nebenkosten für Planung und Installation.
 
Unternehmen, die sich für die Förderung interessieren, müssen zunächst schnell sein, um sich noch bis Ende Dezember mit ihrem Antrag zu bewerben – und geduldig, denn wegen des großen Erfolgs des Programms gibt es momentan längere Bearbeitungszeiten. Detaillierte Informationen, auch zu den weiteren Fördermaßnahmen, bietet die Seite des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Antragsstellung ist nur noch online über die Seite zur elektronischen Antragsstellung möglich.
 
 
 
 

meistro und…

… BeckaBeck – Die Traditionsbäckerei von der Schwäbischen Alb

 
Der Familienbetrieb BeckaBeck ist ein Traditionsunternehmen, das seine Kunden auf der Schwäbischen Alb seit über 50 Jahren mit Brot, Brötchen und Feinem aus der Konditorei versorgt. Durch den Bezug von über 1,1 Millionen kWh CO2-neutralem Strom an 15 Abnahmestellen und 123.000 kWh Erdgas verbessert BeckaBeck seine persönliche Klimabilanz jährlich um 646 Tonnen CO2 gegenüber einer konventionellen Energieversorgung auf Basis des deutschen Strommixes. Laut PrimaKlima e.V. müsste ein Wald mit einer Größe von über 12.000 Quadratmetern aufgeforstet werden, um diese Menge an Kohlendioxid zu kompensieren. Darüber freut sich Inhaber Heinrich Beck besonders: „Wir fühlen uns aus Tradition der Nachhaltigkeit verpflichtet, weshalb es nur konsequent ist, auch unsere Energie von einem nachhaltigen Anbieter wie meistro zu beziehen.“