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Energie Transparent 09/2013

Energie Transparent 09/2013

Editorial

 
Liebe Leser von „Energie-Transparent“,
 
am 22. September hat Deutschland gewählt. Noch ist jedoch nicht klar wie die zukünftige Regierung und deren Energiepolitik aussehen werden. Da die Entwicklung der Energiemärkte und der Erfolg der Energiewende davon abhängen, welche Entscheidungen in Berlin getroffen werden, widmen wir uns in einem Beitrag dieses Newsletters den energiepolitischen Positionen der Parteien.
 
In unserer Rubrik „Energiemärkte“ gehen wir auf eine Sonderveröffentlichung der Monopolkommission zur Energiewende ein. Das beratende Gremium übt Kritik an der Umsetzung der Energiewende durch schwarz-gelb, doch bemerkt auch die dynamische Entwicklung des Energiemarktes in Deutschland. Auch der BDEW unterstreicht mit eigenen Untersuchungen, dass die Liberalisierung des Marktes bisher eine Erfolgsgeschichte darstellt.
 
Bei „meistro und…“ stellen wir Ihnen unsere Kooperation mit der nextparx GmbH vor. Der auf Logistikimmobilien spezialisierten Projektentwickler bezieht ab 2014 saubere Energie von meistro und folgt somit auch beim Energieeinkauf seiner Unternehmensphilosophie der Nachhaltigkeit.
 
Ich wünsche Ihnen viel Freue beim Lesen unseres Newsletters,
 
Michael Koch
Unternehmenskommunikation
 
 

Energiepreise

Preisentwicklung Strom und Erdgas

 
Strom: Anfang September verzeichneten die Strompreise am Terminmarkt einen starken Anstieg. Diese Entwicklung entspannte sich zur Mitte des Monats wieder. Ende September verhielten sich die Preise am Terminmarkt sehr volatil. Daran änderte auch nichts der Ausgang der Bundestagswahl.
 
Erdgas: Auch die Erdgaspreise legten zu Beginn des Monats deutlich zu. Dieser Aufwärtstrend setzte sich zunächst fort. Erste Anzeichen einer diplomatischen Lösung des Syrienkonflikts ließen die Preise ab der Mitte des Monats leicht fallen. Auch zum Ende des Monats verzeichneten die Preise zunächst einen Abwärtstrend, der sich anschließend jedoch stabilisierte.
 
 
 

Energiepolitik

Bundestagswahl 2013: Was ist von einer neuen Regierung in Sachen Energiepolitik zu erwarten?

 
Deutschland hat gewählt: Die Bundeskanzlerin wurde von den Wählern mit dem Auftrag zur Regierungsbildung ausgestattet und hätte beinahe die absolute Mehrheit erreicht. Doch was ist von einer neuen Regierung unter der Leitung von Angela Merkel (CDU) in Sachen Energiepolitik zu erwarten? Noch ist nicht klar, ob die Union mit der SPD oder den GRÜNEN koalieren wird und wie der Koalitionsvertrag im Bereich Energie aussehen wird, doch ein Blick in die Wahlprogramme der Union sowie der beiden potentiellen Koalitionspartner lässt erkennen, wohin der Weg gehen könnte. Denn eines ist allen Beteiligten klar: Obwohl die Preise im Einkauf wegen zunehmendem Ökostrom fallen, zahlen die Verbraucher immer mehr – aufgrund steigender Umlagen, Steuern und Abgaben.
 
Die Union hat eine rasche Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) angekündigt, um die Kosten zu senken. Der Wirtschaftsflügel pocht auf eine deutliche Förderkürzung bei den auf 20 Jahre garantierten Vergütungszahlungen für erneuerbare Energie. Wie genau das geschehen soll, ist allerdings bisher unklar. Nachträgliche Förderkürzungen für bestehende Anlagen, wie sie Umweltminister Peter Altmaier (CDU) ins Spiel gebracht hat, wird eine Absage erteilt. Damit die Kosten sinken, soll der Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent reduziert werden. Die Industrierabatte sollen um 700 Millionen Euro gekappt werden. Eine Senkung der Stromsteuer sieht die Bundeskanzlerin bisher skeptisch.
 
Um den hohen Strompreisen zu begegnen, will die SPD eine Senkung der Stromsteuer um 25 Prozent. Die Industrie soll weiter entlastet werden, diese Entlastung soll aber um 500 Millionen Euro verringert werden. Die Energieversorger sollen notfalls durch die Bundesnetzagentur zur Senkung der Preise gezwungen werden, wenn Tarife zehn Prozent über dem niedrigsten Preis in einer Region liegen. Würde diese Preissenkung an die Haushalte weitergegeben, könnten der SPD zufolge 1,5 Milliarden gespart werden. Darüber hinaus soll es eine von der Steuer befreite Grundversorgung geben.
 
Um die Stromkosten zu reduzieren, wollen DIE GRÜNEN die Industrieprivilegien um bis zu vier Milliarden Euro jährlich reduzieren. Die EEG-Umlage soll als Förderinstrument für regenerative Energien erhalten, aber deutlich entlastet werden. Anders als SPD und Union wollen DIE GRÜNEN weiter einen starken und zügigen Ausbau von Wind- und Solarenergie.
 
Noch ist nicht klar, mit wem die CDU regieren wird und ob es zu einem Kompromiss kommt, der den Strompreis wirklich entlastet. Zu präsent ist der Kompromiss der letzten großen Koalition bei der Mehrwertsteuer: Die CDU wollte eine Anhebung von 16 auf 18 Prozent, die SPD wollte eine Anhebung unbedingt vermeiden. Seither haben wir eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent.
 
 

Energiemarkt

Der deutsche Energiemarkt ist eine Erfolgsgeschichte

 
Anfang September veröffentlichte die Monopolkommission, ein unabhängiges, fünfköpfiges Gremium, das Bund, Länder und Kommunen in Fragen des Wettbewerbs berät ein Sondergutachten zum Energiemarkt und kritisierte die von schwarz-gelb betriebe Energiewende als zu teuer und ineffizient. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu steuern, sprach sich die Monopolkommission für das sogenannte Quotenmodell nach schwedischem Vorbild aus. Nach diesem Modell würde nicht der Einspeisepreis, sondern die Menge der eingespeisten Erneuerbaren ex ante festgelegt. Hiermit sollen die erneuerbaren Energien und zugleich deren Kosteneffizienz gefördert werden. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) steht diesem Modell kritisch gegenüber, da so neben der Bestandsregelung des EEG eine weitere Struktur entstünde.
 
Die Monopolkommission geht in ihrem Gutachten auch auf die Marktkräfte der Energiebranche ein und zeigt, dass der Marktanteil für den Erstabsatz konventionell erzeugten Stroms gegenüber früheren Untersuchungen gesunken ist. Seit der Liberalisierung des Energiemarkts 2007 hat sich die Zahl der Wettbewerber enorm erhöht. Heute können laut BDEW wechselwillige Kunden zwischen 102 Stromanbietern und 37 Gaslieferanten wählen. Und das nehmen die Verbraucher auch gerne an: Wie aus aktuellen Zahlen zum Lieferantenwechsel des BDEW hervorgeht, stieg die kumulierte Wechselquote sowohl im Gas- als auch im Strombereich.
 
"Der Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt und ist eine Erfolgsgeschichte. Diese Entwicklung bestätigt auch die Monopolkommission. Der deutsche Energiemarkt zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus. Gleichzeitig sind die Kunden sehr zufrieden mit ihren Anbietern und wissen die Angebotsvielfalt zu schätzen", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der Veröffentlichung der Monopolkommission. "Die Politik in Deutschland darf diese erfreuliche Entwicklung nicht durch immer neue Ideen zur Regulierung des Energiemarktes und der Endkundenpreise zurückdrehen. Hier können wir der Monopolkommission nur zustimmen", so Müller.
 
 

meistro und…

Kooperation mit nextparx

 
Ab dem 1.1.2014 versorgt die meistro Energie GmbH den auf Logistikimmobilien spezialisierten Projektentwickler nextparx aus Dreieich bei Frankfurt. Mit dem Bezug von ca. 2,4 GWh CO2-freiem Strom und ca. 1,7 GWh CO2-neutralem Erdgas verbessert die nextparx GmbH entschieden ihren ökologischen Fußabdruck. Allein durch den Bezug von meistro-Strom spart das Unternehmen künftig rund 1.254 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber einem konventionellen Energieanbieter ein. Um eine solche Menge zu kompensieren, müssten über 114.000 Fichten neu angepflanzt werden. Dies entspricht einer Fläche von 114 Hektar Wald oder 228 Fußballfeldern.
 
Die 2008 gegründete nextparx Gruppe operiert deutschlandweit als Projektentwickler für Logistikimmobilien. Das Unternehmen mit Sitz in Dreieich entwickelt nachhaltige Gebäude für Logistik, Lagerung und Light Industry. Das nextparx-Produktspektrum teilt sich dabei in drei Bereiche auf: flex, ein hochwertiges Serienprodukt für die Multi-Tenant-Nutzung, fresh, eine Speziallösung für Unternehmen, die in einer Kühlkette arbeiten und client, die individualisierte Lösung für spezifische Kundenanforderungen.