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Energie Transparent 08/2013

Energie Transparent 08/2013

Editorial

 
Liebe Leser von „Energie-Transparent“,
 
für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind die Energiekosten ein Dauerthema. Viele Unternehmen möchten sich deshalb für die Zukunft rüsten und sich von steigenden Entgelten, Abgaben und Umlagen unabhängiger machen. Nach einer Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) haben bereits 13 Prozent aller Unternehmen eine eigene Stromversorgung aufgebaut und weitere 16 Prozent denken daran, das zu tun. In unserer Rubrik „Energie & Mittelstand“ widmen wir uns dem Thema Eigenstromerzeugung und erklären, wie KMU mit Photovoltaik, Kraft-Wärm-Kopplungsanlagen oder Mini-BHKWs Kosten sparen können.
 
Außerdem werfen wir in der Rubrik „Energiemarkt“ einen Blick auf den sonnenreichen Sommer 2013 und die paradoxen Auswirkungen auf die Energiekosten. Denn wie die Denkfabrik „Agora Energiewende“ errechnete, führen die zahlreichen Sonnenstunden im Juli zu einem Anstieg der EEG-Umlage. Bei „meistro und…“ geht es diesen Monat um unsere erfolgreiche Kooperation mit der ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG. Schon seit 2009 versorgt die ZEG Mitglieder mit meistro Strom. Seit August 2013 zieht die ZEG Zentrale mit ihren bundesweiten Zweigstellen nach.
 
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen unseres Newsletters,
 
Michael Koch
Unternehmenskommunikation
 


 

Energiepreise

Preisentwicklung Strom und Erdgas

 
Strom: Zu Beginn des Monats August verzeichneten die Märkte einen Preissturz, der sich zur Mitte hin wieder stabilisierte. Zum Monatsende zeigte das Frontjahr einen leichten Aufwärtstrend. Eine zukünftig, stabilere, europäische Wirtschaft, sowie eine mögliche Kraftwerksabschaltung könnten Einflussfaktoren für einen stabileren Strommarkt werden.
 
Erdgas: Nach einem Tiefstand Ende Juli, legte das Cal 14 Anfang August zu. Wartungsarbeiten der Stanoil in Norwegen, sowie ein Bericht des Wirtschaftsverbands für Erdöl- und Erdgasgewinnung wonach sich die Eigenförderung in Deutschland rückläufig bewegt, ließen die Frontkontrakte zur Mitte des Monats etwas fester notieren. Zu Beginn der KW 34 war wenig Aktivität an den Märkten zu beobachten. Derzeit rätseln die Händler, welche Konsequenzen ein militärischer Eingriff der USA in Syrien auf dem Gasmarkt haben kann.
 
 

Energie & Mittelstand

Eigenstromerzeugung gewinnt an Bedeutung

 
Der Strompreis steigt und gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) leiden darunter. Laut dem jährlichen Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) erreichen die Strompreise für KMU 2013 einen neuen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Stromkosten demnach um durchschnittlich 12,1 Prozent gestiegen. Besonders die EEG-Umlage übt Druck auf die Preise aus.
 
Für Unternehmen wird deshalb die Investition in eigene Erzeugungskapazitäten immer interessanter. Laut einer Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) haben bereits 13 Prozent aller Unternehmen eine eigene Stromversorgung aufgebaut und weitere 16 Prozent denken daran, das zu tun. Besonders attraktiv sind dabei eigene Photovoltaikanlagen sowie kleine Blockheizkraftwerke (BHKW).
 
Die Hälfte des Strompreises besteht aus Entgelten, Abgaben, Umlagen und Steuern, die Unternehmen, die ihren eigenen Strom produzieren und verbrauchen, nicht zahlen müssen. Hinzu kommt, dass die Systemkosten für Kleinerzeugungsanlagen in den letzten Jahren stark gefallen sind. So kostet eine in einer Photovoltaikanlage erzeugte kWp heute nur noch etwa ein Drittel im Vergleich zu 2009. Eine Photovoltaikanlage macht deshalb vor allem in sonnenreichen Gegenden und bei großen Brachflächen oder Dächern Sinn, beispielsweise auf Fabrikanlagen oder Einkaufszentren.
 
Auch Kraft-Wärm-Kopplungsanlagen wie Mini-BHKWs werden für Unternehmen immer interessanter. Grundsätzlich lohnt sich aus energetischer Sicht der Einsatz von BHKWs, wenn für ein Unternehmen gleichzeitig Wärme und Strom benötigt wird. Ein entsprechender ganzjähriger Bedarf ist beispielsweise in Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Hotels, Tagungsstätten, Einkaufszentren oder dem produzierenden Gewerbe gegeben. Voraussetzung, um ein BHKW rentabel zu betreiben, ist eine Auslastung der Anlage über mehrere tausend Betriebsstunden im Jahr. Je höher die jährliche Laufleistung, desto geringer sind die Erzeugungskosten.
 
Um die Investitionskosten abzufedern und die dezentrale Erzeugung zu unterstützen, existieren eine Vielzahl von attraktiven Fördermöglichkeiten, beispielsweise durch die KfW (www.kfw.de). ?
 

Energiemarkt

Sonnenreicher Sommer sorgt für einen Anstieg der EEG-Umlage

 
Der Sommer 2013 bescherte uns überdurchschnittlich viele Sonnenstunden und brach vielerorts damit die Rekorde. Von Juni bis zum 10. August schien die Sonne im Schnitt ca. 580 Stunden. Obwohl sich die meisten Menschen über das sonnige Wetter freuen, bringt es für Stromverbraucher wohl einen negativen Effekt mit sich. Aktuell zahlen die Endverbraucher bereits eine EEG-Umlage von ca. 5,3 ct/kWh. „Agora Energiewende“, eine Denkfabrik mit einem Fokus auf den Energiesektor, korrigierte ihre Prognose für die Steigerung der Umlage, die 2014 auf die Endverbraucher zukommt, von 6,12 Cent pro Kilowattstunde auf 6,24 Cent.
 
Die gesetzliche Lage sorgt hier für ein paradoxes Szenario. Denn steigt das Angebot für Solarstrom an der Börse, so sinken die Börsenpreise. Dies hat zur Folge, dass die EEG-Umlage steigt und der Endverbraucher mit einer höheren Stromrechnung konfrontiert wird. Dieselbe Dynamik gilt generell für die Produktion von Ökostrom. Die Übertragungsnetzbetreiber sind dazu verpflichtet, den gesamten Strom abzunehmen, den Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz produzieren. Dieser Strom wird, wenn er gerade verfügbar ist, in Leipzig an der Strombörse zu 0 ct/kWh eingestellt. Da jeweils das letzte Angebot, das den Strombedarf deckt, den Preis für alle Angebote bestimmt, wird der Ökostrom bei ca. 6-7ct/kWh gehandelt. Der Übertragungsnetzbetreiber muss aber die laut EEG festgelegte Vergütung an die EEG-Anlagen-Betreiber zahlen. Die Differenz aus dem an der EEX erzielten Preis und der Einspeisevergütung wird dem Endverbraucher in Rechnung gestellt.
 

meistro und...

ZEG setzt verstärkt auf die Energie von meistro

 
Schon seit 2009 versorgt die ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG ihre Mitglieder mit CO2-freiem Strom der meistro Energie GmbH. Nun zieht die ZEG-Zentrale mit seinen bundesweiten Zweigstellen nach und bezieht ebenfalls günstigen und sauberen Strom von meistro. Ab August 2013 sparen rund 300 Häuser des ZEG rund 3.760 Tonnen CO2 ein. Um eine solche Menge zu kompensieren, müssten 341.400 Fichten neu gepflanzt werden.
 
Die ZEG ist Deutschlands größte Genossenschaft im Holzhandwerk mit über 3.400 Mitgliedern. 1920 wurde die ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG gegründet, um die holzverarbeitenden Betriebe bei der Wahrnehmung ihrer Interessen zu unterstützen und in der Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Um dies erreichen zu können, sind derzeit über 900 Mitarbeiter in den ZEG-Niederlassungen beschäftigt.