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Energie Transparent 07/2014

Energie Transparent 07/2014

Editorial

 
Liebe Leser von „Energie-Transparent“,
 
das Ziel der Bundesregierung ist, die Energiewende erfolgreich umzusetzen. Mit der neuen EEG-Reform macht sie es aber vor allem den Eigenstromerzeugern schwerer, diese Ziele auch wirtschaftlich zu verfolgen. Umso wichtiger ist es darauf zu verweisen, dass sich Photovoltaik-Anlagen zur Eigennutzung des Stromes und damit verbundene Investitionen in umweltfreundliche Energie trotzdem noch lohnen. Mehr dazu in unserer Rubrik „Energiepolitik“.
In der Rubrik „Energiemarkt“ geht es diesen Monat um neue Regelungen für Energielieferanten. Diese sollen laut einer neuen Verordnung endlich die Rechnung für den Kunden transparenter gestalten und detailliert aufzeigen, aus welchen Bestandteilen sich der bezahlte Betrag zusammensetzt. Für meistro stehen hier aber keine Änderungen an – mit unserer Aufklärungspolitik gehen wir vielmehr mit gutem Beispiel voran.
 
Denn wer besser informiert ist, zahlt letztendlich auch weniger: Um steigenden Energiekosten zu begegnen ist das richtige Stichwort noch immer: Energieeffizienz. In unserer entsprechenden Rubrik wollen wir Ihnen in einer dreiteiligen Serie zeigen, wie Sie mit einfachen Handgriffen Strom und damit bares Geld sparen können. In der ersten Folge machen wir die Stromfresser im Büro aus.
 
Abschließend berichten wir unter „meistro und…“ heute in ganz eigener Sache: Der TÜV Nord hat unsere Strom- und Erdgaslieferungen zertifiziert. Alle unsere Leistungen haben den Standards der Prüfstelle entsprochen. Für unseren Beitrag zur Energiewende erhalten wir nun das offizielle TÜV-Siegel.
 
Viel Freude bei der Lektüre des Newsletters wünscht Ihnen
 
Michael Koch
Unternehmenskommunikation
 
 

Energiepreise

Preisentwicklung Strom und Erdgas

 
Strom: Anfang Juli machten die Terminmarktpreise trotz steigender CO2 Preise eine Seitwärtsbewegung. Zur Mitte des Monats stiegen dann die Preise am Terminmarkt leicht an. Eine plötzliche Verknappung führte zum Ende des Monats zu einem starken Anstieg der Preise am Terminmarkt.
 
Erdgas: Bis zur Mitte des Monats folgte der Terminmarkt den Abwärtstrend am Erdgas – Spotmarkt. Ab Mitte des Monats führten Meldungen über neue Sanktionen gegen Russland zu steigenden Preisen. Befürchtungen einer Verschärfung der Situation in der Ostukraine ließen den Aufwärtstrend bis zum Ende des Monats nicht abreißen.
 
 
 

Energiepolitik

Solarstrom zur Eigennutzung bleibt attraktiv

 
Am 01. Augusttritt die Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) in Kraft. Mit ihr wird schrittweise eine Eigenverbrauchsumlage für Solarstrom eingeführt. Alle Betreiber, die zukünftig Photovoltaik-Anlagen installieren und den Strom selbst verbrauchen, müssen in diesem und im kommenden Jahr zunächst 30 Prozent der aktuellen EEG-Umlage auf jede Kilowattstunde selbst verbrauchten Strom bezahlen. Im Jahr 2016 steigt dieser Anteil auf 35 Prozent und ab 1. Januar 2017 auf die ursprünglich geplanten 40 Prozent der dann gültigen EEG-Umlage. Ausgenommen hiervon sind Anlagen mit einer Leistung bis zehn Kilowatt bei einem Gesamtverbrauch von nicht mehr als zehn Megawattstunden.
 
Trotz der zusätzlichen Abgaben bleibt die Solarenergie für viele Gewerbebetriebe mit einem hohen Stromverbrauch eine sehr gute Möglichkeit, einen erheblichen Teil der Kosten einzusparen. Besonders lukrativ ist der selbsterzeugte Solarstrom für Kunden, die tagsüber viel Strom verbrauchen und denen gleichzeitig ungenutzte Dachflächen zur Verfügung stehen – wie dies beispielsweise bei Tankstellen, Logistikzentren oder Schlachtbetrieben der Fall ist. Und selbst mit einer 40-prozentigen EEG-Umlage ab 2017 ist diese immer noch 60 Prozent geringer als bei eingekauften Strom.
 
Entscheidend ist die richtige Größe und Auslegung der Photovoltaikanlage – basierend auf dem tatsächlichen Strombedarf. Eine intelligente und somit effiziente Anlage entsteht nur dann, wenn diese Faktoren für jeden Bedarfsfall korrekt ermittelt werden und die Anlage darauf abgestimmt wird. Neben dem Service, die Berechnung kostenfrei durchführen zu lassen und somit mögliche Kosteneinsparungen zu erkennen, können Kunden ihre PV-Anlage auch direkt über meistro beziehen. So bleibt alles in einer Hand.
 
 

Energiemarkt

Rechnungen müssen transparenter werden – meistro zeigt wie’s geht

 
Für Verbraucher soll der Blick auf die Strom- und Gasrechnung künftig vereinfacht werden: Eine vom Bundeswirtschaftsministerium geplante Verordnung sieht vor, dass Energieversorger die Preisbestandteile des eingekauften Produkts wie etwa EEG-Umlage, Stromsteuer und Netzentgelte eindeutiger ausweisen müssen, sodass die Rechnung für den Kunden transparenter wird. Bislang sind Versorger nicht dazu verpflichtet, den Grundversorgungspreis aufzuschlüsseln: Die in die Berechnung eingeflossenen gesetzlichen oder durch den Netzzugang entstandenen Kosten müssen nicht explizit genannt werden. Das soll sich nun ändern. Von der anstehenden Verpflichtung der Energielieferanten, ihre Rechnungen nachvollziehbar zu gestalten, sollen vor allem Nutzer des sogenannten Grundversorgungstarifs von Strom und Gas profitieren. Darunter fallen noch immer ungefähr ein Drittel aller Verbraucher in Deutschland.
 
Der Verordnungsentwurf sieht vor, dass in Jahresrechnungen, bei Preisänderungen, Vertragsbestätigungen und im Internet aufgelistet werden muss, welchen Anteil staatlich verordnete Faktoren wie Steuern und Umlagen am Gesamtpreis haben.
 
Für meistro ist das Gebot der Preistransparenz dabei nichts Neues: Seit der Gründung ist es fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, über die Strompreiszusammensetzung und Hintergründe der Preisentwicklung für Strom und Erdgas aufzuklären: „Eine faire Preisgestaltung und Transparenz sind die Grundpfeiler unseres Erfolgs“, sagt Geschäftsführer Mike Frank. „Wir möchten, dass unsere Kunden verstehen, wie sich der Preis für ihre Energie zusammensetzt.“ Die Kunden über die verschiedenen Steuern und Netzentgelte aktiv zu informieren ist deshalb ein wesentliches Anliegen von meistro.
 
Von Beginn an hat meistro sämtliche Angebote und Rechnungen im Detail aufgeschlüsselt und die Zusammensetzung der Kosten transparent gehalten – beginnend bei den Energiepreisen über die Netzentgelte bis hin zu den steuerlichen Abgaben. Über das Kundenportal behalten Verbraucher stets die volle Kontrolle über ihren Verbrauch und über ihre Ausgaben. Nicht zuletzt trägt auch der monatliche Newsletter „Energie Transparent“ dazu bei, Kunden über das aktuelle Geschehen im Energiesektor zu informieren und die Preisentwicklungen am Strom- und Gasmarkt transparent zu machen.
 
 
 

Energieeffizienz

Energiesparserie: So sparen Sie Energie im Büro

 
In einer dreiteiligen Kurzserie wollen wir Ihnen in der heutigen und den nächsten zwei Ausgaben Energiespartipps vorstellen – gegliedert nach den Bereichen (1) Büro, (2) Produktion und (3) Handel. In der ersten Ausgabe beginnen wir mit den Tipps für alle, die ihre Arbeitszeit größtenteils am Schreibtisch verbringen.
 

Bürogeräte prüfen

Beim Thema Energiesparen im Büro sind einige Stromverbraucher auf den ersten Blick schnell erkannt: Computer, Telefone, Fax und Drucker tragen einen großen Anteil zu den Energiekosten bei. Oft liegt hier schon ein enormes Einsparpotenzial: auch bei kurzen Pausen kann etwa der sogenannte Sleep-Modus von Geräten dazu beitragen, dass bis zu 15 Prozent energieeffizienter gearbeitet wird – ein Blick in die Bedienungsanleitung genügt. Ein wichtiger Stromspar-Tipp bei der PC-Nutzung: Energiesparfunktion aktivieren. Sie schaltet nicht benötigte Systemkomponenten ab und versetzt den Rechner bei längeren Pausen automatisch in den Ruhezustand. Damit verbraucht er bis zu 80 Prozent weniger Strom als im Normalbetrieb.
Auch der Bildschirmschoner frisst Energie: Vor allem schicke 3D-Bildschirmschoner verursachen eine nicht unwesentlich erhöhte Rechenleistung des Computers, was in einem höheren Stromverbrauch resultiert. Darüber hinaus gibt es große Unterschiede bei den Monitoren. Ein Flachbildschirm hat eine Leistungsaufnahme von rund 100 Watt, ein Röhrenbildschirm braucht etwa doppelt so viel. Energiesparend sind dagegen Notebooks – viele Modelle verbrauchen im Gegensatz zum normalen Arbeits-PC nur rund ein Drittel der Energie. Generell gilt: Achten Sie bei der Neuanschaffung auf eine gute Energiebilanz.
 

Was soll wie beleuchtet werden?

Abseits der Geräte ist vor allem die Beleuchtung von Büros ein großer Kostenfaktor und macht teilweise die Hälfte der gesamten Stromkosten eines Betriebs aus. Überprüfen Sie, ob eine Gesamtbeleuchtung von gemeinschaftlich genutzten Räumen tatsächlich notwendig ist und wenn ja, in welchem Maße: Oftmals ist eine gezielte Beleuchtung der einzelnen Arbeitsplätze viel kostensparender und sorgt zudem für eine bessere Arbeitsatmosphäre. In Räumen, die länger als zehn Minuten nicht genutzt werden – wie beispielweise eine Teeküche oder ein Lagerraum – sollte das Licht beim Verlassen konsequent abgeschaltet werden. Mit dem Einbau von tageslichtabhängigen Steuerungen im ganzen Büro können sogar Einsparungen von bis zu 50 Prozent erreicht werden.
 

Hitze und Kälte

Nicht zu unterschätzen, gerade im Hochsommer und an kalten Wintertagen, ist der Verbrauch von Kühl- und Heizgeräten. Wenn die Sonne brennt, arbeiten die Klimaanlagen auf Hochtouren und verbrauchen viel Strom. Hier zeigt sich: Alte Bürogeräte, die viel Strom brauchen, erwärmen das Büro zusätzlich. Nach Angaben der IHK Nürnberg muss die Klimaanlage in einem beispielhaften Büro mit zwei Arbeitsplätzen bei einer ineffizienten Büroausstattung 570 Watt zusätzliche Kühllast bewältigen, bei einer effizienten nur 225 Watt.
 
Wenn im Winter die Heizung läuft, sollte darauf geachtet werden, dass diese in Zeiten, in denen das Büro nicht genutzt wird, runtergeregelt wird und die Heizkörper regelmäßig entlüftet werden. Oftmals bringt bereits eine kaum merkbare Absenkung der Raumtemperatur große Wirkung: eine um 1 Grad tiefere Raumtemperatur spart bereits rund 6 Prozent der Heizenergie.
 

Heimliche Stromfresser

Oftmals wird übersehen, dass auch kleine Geräte im Büro erheblich zum Stromverbrauch beitragen: Wasser zu erhitzen ist stromintensiv, eine Kaffeemaschine braucht leicht 800 bis 1.200 Watt Leistung. Wenn sie ständig im Bereitschaftsmodus bleibt und dazu noch Tassen wärmt, wird viel Energie verbraucht. Vollautomaten und Wasserkocher sollten Sie außerdem regelmäßig entkalken. Den Bürokühlschrank sollten Sie ebenfalls im Auge behalten: optimal ist eine Temperatur von 7 Grad Celsius. Bei den meisten Kühlgeräten ist dafür schon die Stufe 1 völlig ausreichend. Wenn der Kühlschrank ein Gefrierfach hat, tauen Sie das Gerät regelmäßig ab! Der Stromverbrauch des Geräts steigt bei der Bildung einer Eisschicht immens an. Schon eine Eisschicht von 2 Millimeter bedeutet einen 15 Prozent höheren Energiebedarf.
 
 
 

meistro und…

…die TÜV-Zertifizierung

 
Das klimaneutrale Strom- und Gasangebot von meistro ist nun auch vom TÜV Nord zertifiziert worden. Damit wird den Energieprodukten von meistro, dass die CO2-Bilanz ausgeglichen ist und das Unternehmen damit aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Der TÜV-Nord selbst beschreibt den Klimawandel als größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Mit dem Bezug von klimaneutralem Erdgas lasse sich ein Beitrag gegen die Erderwärmung leisten. Der von meistro gelieferte Strom ist damit vom TÜV „geprüfter Ökostrom“.
 
Die Kunden von meistro können also sicher sein, dass ihre Energie auch tatsächlich einen Beitrag im Rahmen der Energiewende leistet und meistro als Energieanbieter konkrete Maßnahmen zur Förderung der Erneuerbaren Energien ergreift. Zudem bescheinigt das TÜV-Siegel einen besonders hohen Standard in Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Preisgestaltung.