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Energie Transparent 02/2014

Energie Transparent 02/2014

Editorial

 
Liebe Leser von „Energie Transparent“,
 
der Netzausbau ist Grundlage dafür, die Energiewende zu stemmen. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig. In Rubrik „Energiepolitik“ haben wir für Sie aufbereitet, welche Pläne derzeit diskutiert werden und wie sich hier Widerstand regt.
 
Ebenfalls unverzichtbarer Bestandteil für weitere Fortschritte bei den Erneuerbaren sind Smart Markets. In unserem Beitrag berichten wir über die Ergebnisse der Konferenz „Smart Market – Flexibilität durch Wettbewerb“, die Anfang des Monats vom Bundesverband Neuer Energieanbieter ausgerichtet wurde.
 
Abschließend stellen wir Ihnen den neuen Web-Auftritt der meistro Energie GmbH vor: wie Sie möglicherweise schon entdeckt haben, präsentiert sich unsere Webseite seit Anfang des Monats in einem frischen Design.
 
Viel Freude bei der Lektüre des Newsletters wünscht Ihnen
 
Michael Koch
Unternehmenskommunikation
 
 

Energiepreise

Preisentwicklung Strom und Erdgas

 
Strom: Gerüchte denen zur Folge mit einer Verknappung der CO2 Zertifikate in diesem Jahr zu rechnen ist, ließen zu Beginn des Monats die Terminmarktpreise nach oben steigen. Geringe Handelsaktivitäten in der darauffolgenden Woche führten dann zu wenig Bewegung am Markt. Insgesamt bleibt das Preisniveau niedrig.
 
Erdgas: Das milde Wetter in der ersten Februarwoche drückte die Preise nach unten. Eine echte Trendwende war auch in den darauffolgenden Wochen kaum zu erkennen.
 
 
 
 

Energiepolitik

Netzausbau mit Hindernissen: Diskussionen um Stromtrassen

 
Anfang Februar verkündeten die beiden Netzbetreiber Tennet und TransnetBW ihre Pläne für die 800 Kilometer lange Sued.Link-Trasse, die ab 2022 Strom aus Windenergie von den deutschen Küsten in den Süden transportieren soll. Bereits 2016 beginnen die Arbeiten an Deutschlands größtem Netzausbauprojekt, dessen Kosten im unteren einstelligen Milliardenbereich angesiedelt sind.
 
Allerdings drohen Verzögerungen durch den massiven Widerstand vieler Anwohner an der geplanten Trasse. Neben der Abneigung gegen Strommasten und -leitungen in unmittelbarer Nähe zum eigenen Grundstück sind es vor allem die drohenden Enteignungen, die für Empörung sorgen. Der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zufolge dienen Energieversorgungsanlagen dem Wohl der Allgemeinheit, was Enteignungen in Deutschland ermöglicht.
 
Auch Landespolitiker verschiedener Bundesländer wie etwa Thüringen und Bayern sträuben sich gegen zusätzliche Stromtrassen auf dem eigenen Gebiet. So möchte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Eckpunkte der Energiewende überprüfen lassen und fordert ein Moratorium für den Bau neuer Stromleitungen, wofür er insbesondere von der SPD und den Grünen heftig kritisiert wurde. Aus CSU-Kreisen wurde zudem angeregt, Passagen der Sued.Link-Trasse unter die Erde zu verlegen, sollten diese die Anwohner oder die Landschaft besonders beeinträchtigen – die Kosten hierfür sind im Vergleich zu Freileitungen allerdings viermal so hoch und ebenfalls von den Stromverbrauchern zu tragen.
 
Wichtig ist nun, dass Betreiberfirmen, Politik und Bürger in einen offenen Dialog miteinander treten. Der Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 ist beschlossen. Um den süddeutschen Strombedarf aus erneuerbaren Energien decken zu können, ist ein Ausbau des bestehenden Netzes unumgänglich, weswegen eine gemeinsame Lösung gefunden werden muss.
 

Energiemarkt

Smart Markets: Basis der Energiewende

 
Nur wenn die Potenziale von Smart Markets ausgeschöpft und die Verbraucher mit ins Boot geholt werden, kann Deutschland die Energiewende schaffen. Das ist das Ergebnis Konferenz „Smart Market – Flexibilität durch Wettbewerb“, die der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) im Rahmen der Energiemesse E-World am 12. Februar in Essen veranstaltet hat. Durch intelligente Systeme im Bereich Erzeugungs- und Lastverlagerung nutzen Smart Markets und die dort aktiven Energiedienstleister und Netzbetreiber das vorhandene Kapazitätsangebot der Netze perfekt aus. Sie verbessern die Durchschnittsauslastung und helfen so, den Netzausbau gerade mit Blick auf erneuerbare Energien wirtschaftlich optimal zu gestalten.
 
Alexander Kleemann, Verantwortlicher für intelligente Netze und Zähler im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), betont, intelligente Energiesysteme sollten nicht nur als technische Lösungen für die Integration erneuerbarer Energien in die Verteilernetze, sondern vor allem als Chance für mehr Markt, mehr Wettbewerb und für Angebote im Interesse der Verbraucher betrachtet werden. Auf die Nutzung von Smart Metern, intelligenten Stromzählern, die ein besseres Lastenmanagement der Stromnetze erlauben und dem Energiesystem damit höhere Flexibilität bieten, würden sich die Kunden nach Meinung der Vertreter aus Politik und Energiewirtschaft allerdings nur einlassen, wenn sie finanziell profitierten und die Datensicherheit gewährleistet werden könnte.
 
Die größten Hindernisse im Bereich der Smart Markets sind nach wie vor ein fehlender ordnungspolitischer Rahmen und die Defizite im Bereich vollständig neutraler und leistungsfähiger Netze. Einem Großteil der Verteilnetzbetreiber mangele es immer noch an wirksame Entflechtung, beklagt Robert Busch, Geschäftsführer des bne. „Die Zersplitterung der Verteilnetze liegt wie Blei auf den neuen, intelligenten Energiemärkten.“
 
 

meistro und…

… der neue Webauftritt

 
Neuer Auftritt für meistro: Seit Kurzem präsentiert sich die Webseite www.meistro.de mit frischen Anstrich und erweiterten Serviceangeboten. Mit dem strategischen Geschäftsfeld „Energieeffizienz“ erhalten die Geschäftsfelder Strom- und Erdgaslieferung eine ideale Ergänzung. Die meistro Dienstleistungen im Bereich „Energieeffizienz“ unterstützen Unternehmer dabei, ihre Energiebilanz im Betriebsalltag zu optimieren.
 
Eine klare Struktur der Geschäftsfelder und der dahinter liegenden Produktangebote bieten dem Besucher der meistro Homepage eine schnelle Übersicht der Angebote, die ein moderner Energielieferant für Unternehmer heute bieten sollte. Neben Informationen zu den verschiedenen Energieangeboten können die Besucher der Webseite ab sofort auch mehr über das soziale Engagement der meistro GmbH erfahren.