Energielexikon

  • CCS-Technologie

    Bei der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage, deutsch: Kohlendioxid-Abscheidung und -Lagerung) wird Treibhausgas, das in Kohlekraftwerken entsteht, mittels Oxyfuel-Verfahren für die unterirdische Speicherung weiterbehandelt. Die Kohle wird in einer Atmosphäre aus rezirkuliertem Rauchgas und reinem Sauerstoff verbrannt. Durch Auskondensieren wird das Kohlendioxidgemisch dann aus dem Rauchgasstrom getrennt und durch Druck verflüssigt. So lässt es sich transportieren und in geologischen Formationen unter der Erdoberfläche oder dem Meeresgrund speichern.
    Das Verfahren ist noch relativ neu und daher auch noch nicht ausreichend erforscht. (Quelle: ddp)

  • Contracting

    Contracting ist ein Dienstleistungskonzept, das darauf abzielt, die Effizienz bei der Energieerzeugung, -umwandlung und -nutzung in allen Verbrauchsbereichen zu verbessern. Ein Außenstehender Investor – Contractor genannt – übernimmt je nach Vertragsumfang Planung, Finanzierung, Bauausführung sowie den laufenden Betrieb des Investitionsprojektes. Contractinglösungen werden beispielsweise von Heizanlagen-Herstellern, Dienstleistern der Energietechnik, großen Handwerksunternehmen und die meistro Energie GmbH oder auch Energieagenturen angeboten.

  • CO2

    CO2 steht für Kohlenstoffdioxid, die Verbindung von Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht bei der Lungenatmung beim Ausatmen, bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen und beim Prozess der Gärung. Bei der Energiegewinnung wird CO2 insbesondere durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, wie Kohle oder Erdöl, freigesetzt. Diese durch den Menschen zusätzlich erzeugten Gase führen zur Erhöhung des Kohlenstoffdioxidhaushaltes und bringen ihn damit aus dem natürlichen Gleichgewicht – ein Prozess, der auch unter dem Namen „Treibhauseffekt“ bekannt ist.

  • CO2-Fußabdruck

    Der CO2-Fußabdruck stellt die Klimawirkung menschlicher und unternehmerischer Aktivitäten dar. Der Fokus liegt auf einer unmittelbar verursachten Umweltentwicklung und stellt die Wirkung des jeweiligen Bewertungsobjekts auf das Klima visuell dar. Produkte bzw. Dienstleistungen können durch den CO2-Fußabdruck verglichen und mögliche Verbesserungspotentiale erkannt werden. Jedoch ist die Aussagekraft für weitere ökologische Auswirkungen, aufgrund der eindimensionalen Kennzahl, stark eingeschränkt.

  • cos phi (cosinus phi)

    Wird ein elektrischer Verbraucher durch eine Wechselspannung betrieben, kommt im Verbraucher ein Wechselstrom zum Fließen. Der cos phi ist der Winkel, um den die Spitzenwerte der Sinuskurven von Strom und Spannung zeitlich gegeneinander verschoben sind.

  • Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt)

    Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) ist dem Umweltbundesamt zugeordnet. Sie überwacht den CO2-Emissionshandel und ist für die Zuteilung und Ausgabe von Emissionsberechtigungen zuständig. In diesem Zusammenhang führt sie ein Emissionshandelsregister. Dort sind alle registriert, die mit Emissionsberechtigungen handeln.

  • Dispatching

    Unter Dispatching versteht man die Überwachung und Steuerung von Gasversorgungssystemen.

  • Diskriminierungsverbot

    Betreibern von natürlichen Monopolen (z. B. dem Netzbetrieb) ist es per Diskriminierungsverbot untersagt, diese Vorteile zur Benachteiligung der anderen Wettbewerber einzusetzen.

  • Doppeltarifzähler

    Ein Tarifzähler, der den Hoch- und den Niedertarif berücksichtigt.

  • Downstream

    Downstream, zu Deutsch stromabwärts, bezeichnet die Flussrichtung von Erdgas von der Förderstelle bis zum Endverbraucher.

  • Drehkolbengaszähler

    Ein Drehkolbengaszähler wird hauptsächlich in der Industrie im Hochdruckbereich eingesetzt. Er wird bereits seit den 1930er-Jahren hergestellt und gilt als ältester Gaszähler. Der volumetrisch messende Zähler misst den Gasvolumenstrom durch Verdrängungsmessung. Bei Druckgefälle ruft ein Rotationsdrehmoment den Drehkolben hervor. Wird der Druck größer, drehen sich die Drehkolben in Pfeilrichtung und übertragen das Gasvolumen in Kubikmeter auf das Zählwerk. Eine sehr hohe Messgenauigkeit und Messbeständigkeit innerhalb der Eichgültigkeit sind entscheidende Vorteile des Drehkolbengaszählers.

  • Drehstrom

    Drehstrom besteht aus drei Wechselspannungen mit einer Phasenverschiebung von je 120°.

  • Durchleitungskosten

    Damit bezeichnet man die Beitragskosten, die die Stromanbieter zahlen müssen, wenn sie das Stromnetz von örtlichen Netzbetreibern in Anspruch nehmen wollen. Hintergrund: Stromerzeuger haben nicht zwangsläufig auch ein eigenes Netz zur Einspeisung und Versorgung, sondern sie müssen sich an einen der wenigen großen Netzbetreiber wenden.

  • Durchschnittspreis

    Dividiert man die Gesamtkosten für die verbrauchte elektrische Energie durch den gesamten Stromverbrauch in der Abrechnungsperiode, so erhält man den Durchschnittspreis für eine Einheit (z.B. ct/kWh).

  • DVGW

    Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e.V.