Energielexikon
Energielexikon
Elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich periodisch mit der Zeit ändern.
Mehr und mehr gewinnen Windkraftanlagen an Bedeutung. „Der Anteil der Stromeinspeisung aus Windenergie am Bruttostromverbrauch ist stetig auf heute 45 TWh bzw. etwa 8 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs angestiegen.“ (Quelle: BMU, 08/2013). Windkraftanlagen werden in allen Klimazonen zur Stromgewinnung eingesetzt: an der Küste, auf See, im Gebirge und sogar als Offshore-Anlagen im Binnenland. Windenergie ist zwar sehr ergiebig und günstig, da Wind allerdings sehr unstet ist, wird Windkraft immer mit anderen Energiequellen kombiniert oder gespeichert bzw. werden Schwankungen durch andere Kraftwerke ausgeglichen. Gerade wenn sie in modernen Anlagen produziert wird, gilt die Windenergie als besonders umweltfreundlich. In Deutschland sind Stromanbieter gesetzlich verpflichtet, auch Strom aus Windkraft zu beziehen.
Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die für die Umsetzung in eine andere Leistung, z. B. in mechanische, thermische, chemische, optische oder akustische Leistung, verfügbar ist.
Der Wirkungsgrad misst das Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei der Energieumwandlung und ist daher auch das Maß für Energieeffizienz. Die Energieforschung arbeitet ständig darauf hin, den Wirkungsgrad zu erhöhen. Man unterscheidet zwischen dem elektrischen Wirkungsgrad, der nur die Stromerzeugung berücksichtigt, dem thermischen Wirkungsgrad bei der Wärmeumwandlung und dem Gesamtwirkungsgrad.
Bei Gas unterscheidet man zwischen:
- Feuerungstechnischer Wirkungsgrad
- Geräte-/Kesselwirkungsgrad
- Nutzungsgrad
Typische, heute technisch erreichte Wirkungsgrade sind:
- Fotovoltaik 10 %
- Kohlekraftwerke 45 %
- Brennstoffzelle 30–55 %
- Gaskraftwerke 60 %
- Blockheizkraftwerke 70–85 %
- Dieselmotor 30 %
- Benzinmotor 25 %
Es gibt verschiedene Arten von Stromzählern:
- Drehstromzähler als Standardzähler für Haushalt, Landwirtschaft und Gewerbe
- Wechselstromzähler, z. B. für Treppenhausbeleuchtung
- Leistungszähler messen neben dem Stromverbrauch auch die Leistung (typisch ist ein Viertelstunden-Leistungszähler).
In jedem Zähler ist ein Zählwerk eingebaut, das dazu dient, verbrauchte Mengen an Energie zu messen. Das Zählwerk wird mittels eines Getriebes im Zähler bewegt.
Ein Zonentarif berücksichtigt bei der Preisbildung den Jahresverbrauch und wird in verschiedenen Stufen (Zonen) abgerechnet. Das heißt, der Preis pro Kilowattstunde wird mit steigendem Verbrauch günstiger.
Spezieller Tarif, der durch einen zweiten Zähler oder eine Tarifschaltung die Abnahme von Strom zu Hauptlast- und Niederlastkonditionen ermöglicht. Der Arbeitspreis für den Energieverbrauch am Tage ist meist höher als der Arbeitspreis in der Nacht. Damit können für energieintensive Anwendungen wie Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen die günstigeren Niederlast- bzw. Nachttarife genutzt werden. Der Niederlaststrom kann immer nur von dem Anbieter bezogen werden, der auch den Hauptlaststrom liefert.