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Online-Special: Das neue BEHG für den Klimaschutz

CO2 hat seit 01.01.2021 seinen Preis - auch für Unternehmen

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Die neue CO2-Abgabe für Unternehmen

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich im Gleichklang mit der Europäischen Union ein klares Klimaziel bis 2050 gesteckt: Der Treibhausgas-Ausstoß soll bis zu diesem Zeitpunkt um 80 bis 95 Prozent reduziert werden und Europa damit CO2 neutral werden. Um dieses Ziel für Deutschland zu erreichen, gilt seit 2021 in den Bereichen Wärme und Verkehr ein neues Gesetz: Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). CO2 hat somit seit 1. Januar 2021 seinen festen Preis.

Aus dem neu definierten CO2-Preis seit 2021 pro Kilowattstunde Erdgas ergibt sich ein Preisaufschlag von 0,455 Cent (zuzüglich Mehrwertsteuer) – auch künftig für alle meistro Kunden. Es gilt also für Unternehmen, sich zukünftig intensiver Gedanken über die CO2-Vermeidung zu machen – beispielsweise durch die verstärkte Nutzung von Elektro-Mobilität oder bei der Erzeugung von Wärme auf Strom zu setzen. Bei 150.000 kWh Verbrauch eines Unternehmens sind es schon rund 700 EUR Mehrkosten im Jahr.

In unserem Special erfahren Sie alles über die sogenannte CO2-Steuer, mit dem Sie direkt die Mehrkosten für Ihr Unternehmen berechnen können. Bei Fragen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Ihr Jahresverbrauch in kWh

x 0,455 ct =

Die FAQs zum BEHG

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (umgangssprachlich auch als CO2-Steuer bezeichnet) wurde im Dezember 2019 verabschiedet und trat zum 1. Januar 2021 in Kraft. Dieses BEHG schafft die Grundlagen für den Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen und sorgt für eine Bepreisung dieser Emissionen, soweit sie nicht vom EU-Emissionshandel erfasst sind. So wird 2021 mit einem Festpreis von 25 Euro pro Tonne Kohlendioxid gestartet und das Emissionshandelssystem sukzessive bis 2026 in einen freien Zertifikathandel überführt. Zweck des nationalen Emissionshandelssystems ist die Bepreisung fossiler Treibhausgasemissionen (§ 1 BEHG). Den gesamten Gesetzestext erhalten Sie hier: http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP19/2546/254699.html

Ziel: Erreichung der nationalen Klimaschutzziele und Treibhausgasneutralität bis 2050.

Unter diesem neuen Zertifikathandel fallen alle Brennstoffe, die auch nach dem Energiesteuergesetz (siehe https://www.umweltpakt.bayern.de/energie_klima/recht/bund/402/energiestg-energiesteuergesetz) erfasst sind. Für die ersten beiden Jahre ab Einführung des nationalen Emissionshandelssystems (nEHS) ist die Berichts- und Abgabepflicht aber auf Ottokraftstoffe, Diesel, Erdgas und Heizöl beschränkt. Bei Diesel und Benzin sind es pro Liter 7,6 ct bzw. 7 ct Aufpreis an der Zapfsäule.

Im Rahmen der Übergangsfrist für die Jahre 2021 und 2022 ist Biogas vom BEHG ausgenommen. Für Biogas müssen also keine Zertifikate gekauft werden. Der Aufschlag (Mehrpreis) für Biogas beträgt ca. 50 EUR/MWh. Im Vergleich zum CO2-Aufpreis beim herkömmlichen Gas ist damit die Biogas-Freistellung und die damit verbundene Ersparnis beim Biogas natürlich bei Weitem nicht kompensiert.

Beim Ökogas: Dieses wird laut BEHG als normales Erdgas behandelt. Übrigens: Biogas wird in Biogasanlagen hergestellt, worin nur nachwachsende Rohstoffe und biologische Abfälle vergoren werden. Ökogas hingegen ist ein Begriff für CO2-neutrales Erdgas, das unter anderem durch den Kauf von VERs (Emissionszertifikate) klimaneutral gestellt werden kann.

Nein, Strom ist nicht vom BEHG betroffen, da die Emissionen, die bei der Stromerzeugung entstehen, bereits im Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) erfasst sind. Bereits seit 2005 müssen dementsprechend Betreiber für jede Tonne CO2 eine Emissionsberechtigung abgeben.

Aus dem neu definierten CO2-Preis ab 2021 und dem definierten Emissionsfaktor von 0,2 kg CO2 pro Kilowattstunde Erdgas ergibt sich ein Preisaufschlag von 0,455 Cent (zuzüglich Mehrwertsteuer) – auch künftig für alle meistro Kunden ab 2021.

In der nebenstehenden Tabelle finden Sie die Preisstaffelung bis 2025. Ab 2026 sollen Emissionsrechte dann per Auktion versteigert werden, wobei ein Preiskorridor mit einem Mindestpreis von 55 Euro und einem Höchstpreis von 65 Euro pro Emissionszertifikat festgelegt wurde. Ob auch in den Folgejahren ein Preiskorridor vorgegeben wird, ist noch nicht entschieden.

Nein, meistro hat als Ihr Energiedienstleister selbst durch die CO2-Bepreisung keinerlei Vorteile. Laut Gesetz sind Energieversorger dazu verpflichtet, die BEHG-Abgabe an die Endkunden weiter zu geben. Nur so kann auch gewährleistet werden, dass eine CO2-Einsparung eintreten kann. Die Mehrkosten werden zudem separat auf Ihrer Jahresendabrechnung ausgewiesen und 1:1 von uns abgeführt. Die Bundesregierung wird diese Einnahmen in Klimaschutzmaßnahmen reinvestieren.

Ein Teil der geplanten, staatlichen Einnahmen durch das BEHG soll zur Entlastung der EEG-Umlage genutzt werden. Die EEG-Umlage dient zur Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Diese Ökostromumlage ist 2021 erstmals gesunken. 2021 müssen Verbraucher 6,50 ct/kWh zahlen. Die EEG-Umlage wäre ohne einen Bundeszuschuss, der zum großen Teil von der neu eingeführten BEHG-Abgabe kommt, deutlich gestiegen auf 9,651 ct/kWh.

So hoch sind die CO2-Aufschläge bis 2025

JAHR
CO2-Preis in €/Tonne
2021
25,00
2022
30,00
2023
35,00
2024
45,00
2025
55,00

Die meistro Klimaneutralitäts-Welt

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