
Megawatt & Friends: Reederei Norden-Frisia
In dieser Folge von Megawatt & Friends sprechen wir mit Olaf Weddermann, Prokurist der AG Reederei Norden-Frisia, und Projektmanagerin Mareike Pommer über Energieautarkie in einem hochkomplexen Mobilitätsunternehmen. Die traditionsreiche Inselreederei transportiert jährlich Millionen Passagiere nach Norderney und Juist und baut parallel eines der ambitioniertesten integrierten Energiekonzepte im deutschen Verkehrssektor auf.
Im Mittelpunkt stehen ein überdachter Ladepark mit Photovoltaik, ein eigenes Energie- und Lastmanagementsystem, virtuelle Bilanzkreise sowie die Direktvermarktung des selbst erzeugten Stroms. Besonderes Highlight: die Frisia E1, die erste vollelektrische Katamaran-Fähre unter deutscher Flagge, die seit letztem Jahr emissionsfrei durch das Wattenmeer fährt.
Das Gespräch dreht sich um unternehmerische Motive hinter der Energiewende, um Speicher als strategisches Steuerungsinstrument, um atypische Netznutzung und regulatorische Hürden und um die Frage, wie viel Energieunabhängigkeit ein mittelständisches Unternehmen realistisch erreichen kann. Deutlich wird: Hier geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um Wirtschaftlichkeit, Resilienz und langfristige Planungssicherheit.
Die AG Reederei Norden-Frisia mit Sitz in Norddeich ist seit über 150 Jahren in der Inselversorgung tätig. Neben Fährverbindungen betreibt das Unternehmen Flug- und Busverkehre sowie umfassende touristische Infrastruktur. Mit dem Ausbau von Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Speichern und elektrischer Schifffahrt verfolgt Friesia das Ziel, Mobilität systemisch neu zu denken und schrittweise energieautark zu werden.
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